Von Windows nach Linux

Umstellung ohne Überraschungen

Stufe 1

Installation von LibreOffice

OpenOffice (OOo) oder LibreOffice enthält Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und Grafik. Diese Produkte müssen in keiner Hinsicht den Vergleich mit bekannten Büroanwendungen aus der Windows-Welt scheuen. OpenOffice.org und LibreOffice in der Version 3.3. sind noch identisch. Wie sich die Entwicklung weiterhin gestaltet und wie sich OpenOffice.org unter der Obhut von Oracle weiter entwickelt ist abzuwarten. LibreOffice wird aber auf jedenfall als freie Software weiterentwickelt. Aus diesem Grund beziehe ich mich im Weiteren auf LibreOffice (wobei OpenOffice.org ebenso eingesetzt werden kann)

LibreOffice und Openoffice kann kostenlos über das Internet heruntergeladen werden. Ein CD-Image gibt es bei http://libreofficebox.org/home/

Ein Download von LibreOffice besteht aus einer ausführbaren Datei die gestartet wird um die Installation zu beginnen.

Wer jetzt um sein geliebtes M$ Textprogramm fürchtet, der sei beruhigt. Es kann einträchtig neben LibreOffice koexistieren und verwendet werden.

Installation von Firefox und Thunderbird

Firefox ist ein Internet Browser, Thunderbird ein e-mail Client. Firefox bietet vor allen eine große Sicherheit gegenüber den standard M$-Produkten. Zugegeben, ActiceX geht nicht, aber wer braucht das denn wirklich? Die Bedienung ist einfach, der e-mail Client funktioniert wie alle anderen e-mail Clients. Firefox und Thunderbird sind die Nachfolger von Mozilla. Beide können Daten von Mozilla / Netscape und Outlook importieren. Firefox ist hier erhältlich. Für Firefox und Thunderbird gibt es eine riesige Anzahl guter Plugins, von der Rechtschreibprüfung bis zum selbständigen speichern der Anhänge, Werbeblocker und vieles mehr. Firefox ist mittlerweile der in Deutschland am meisten eingesetzte Browser (Stand Feb. 2010).

Mit diesen drei Produkten hat man schon einen Großteil der Standardanwendungen im PC-Alltag abgedeckt ohne auf die vorhandenen Programme von Microsoft verzichten zu müssen.

Installation von the Gimp

the Gimp ist eine freie Grafiksoftware und kann hier herunter geladen werden. the Gimp begeistert besonders durch seine vielfältigen Möglichkeiten und die Funktion der Scriptbearbeitung. Hierdurch lassen sich Routinearbeiten an Grafiken erheblich vereinfachen. Im Lieferumfang sind schon eine ganze Reihe nützlicher und lustiger Scripte enthalten. Die Installation ist einfach. Entweder hat man einen kompletten Installer, oder die Teile GTK (GimpToolKit) und Gimp werden nacheinander installiert. Der Aufbau des Programms ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sicherlich kein Hindernis. Auch können die Dateidialoge je nach Installation anders als gewohnt aussehen. Das ist eine Sache, die mit der Portierbarkeit der Software zu tun hat. Ein Programm kann die API des Betriebssystems verwenden, dann sieht es aus wie alle Programme auf dieser Plattform, ist aber nur umständlich zu portieren. Soll ein Programm auf verschiedenen Plattformen laufen und nicht parallel entwickelt werden, so ist es einfacher seine eigene API mitzbringen.

Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist die größere Unabhängigkeit vom betreffenden Betriebssystem. Alle Programme die eine BS API verwenden sind bei Ausfall dieser API ebenfalls betroffen. Sollte z.B. die Funktion zum öffnen einer Datei nicht mehr exisieren (durch Virus, Wurm, Benutzerdummheit) sind ALLE Programme des Betriebssystems betroffen. In solchen Fällen funktionieren in der Regel Programme wie the Gimp oder LibreOffice weiterhin klaglos.

Stufe 2

Erster Kontakt mit Linux

Es gibt eine ganze Anzahl sogenannter Linux-Live-Distributionen. Diese werden auf CD oder DVD geliefert und starten ein Linux direkt von der bootfähigen CD. Man erhält so eine voll funktionsfähige Linux-Umgebung mit vielen Anwendungsprogrammen. Bekannt ist die Knoppix CD sowie eine ganze Reihe spezieller Zusammenstellungen für Administrationszwecke. Eine solche CD ist auch oft der einfachste Weg die Daten einer nicht mehr lauffähigen Windows Installation zu retten.

Mit einer solchen CD kann man sich schon mal die Handhabung von Linux ansehen und erste Versuche auf dem neuen System unternehmen. Aufgrund der langsameren Zugriffszeiten und der niedrigeren Transferraten des CD-Laufwerks ist ein etwas träges Verhalten des Betriebssystems völlig normal. Diese CDs biten in der Regel eine grafische Oberfläche (KDE oder Gnome). Bei der KDE sollte ein bisheriger Windows? Anwender eigentliche keine Probleme haben. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Einmalklicken zum Starten vom Programmen. Nach einiger Zeit empfindet man das aber eher angenehm. (Man kann das auch auf Doppelklick umstellen, aber wer will sich schon mehr anstrengen als unbedingt notwendig).

Stufe 3

Linux auf der Festplatte

Linux kann zusätzlich zu Windows auf der Festplatte des Rechners installiert werden. So kann man von Linux und Windows auf die Daten zugreifen.

Bei dieser Art der Installation muß Linux nach Windows installiert werden und es sollte unbedingt vorher eine Sicherung der Daten erfolgen. Ich habe es zwar noch nicht erlebt, daß bei einer Verkleinerung der Windows-Partition ein Datenverlust aufgetreten ist, aber... der Teufel ist ein Eichhörnchen. Wer nicht wenigstens etwas Erfahrung mit dem Installieren von Programmen hat sollte das mit Jemandem erledigen, der sich damit auskennt. Linuxdistributionen machen es zwar leicht, eigentlich schon leichter als bei Windows, aber bei nicht optimaler Hardware können doch einige Fragen auftauchen, die man besser richtig beantwortet, statt einfach auf O.K. zu klicken.

Wenn ersteinmal die Distribution installiert und eingerichtet ist, kann man beim Booten des Rechners entscheiden, ob Linux oder Windows gestartet werden soll. Linux kann dann auf die Windows Partitionen zugreifen und somit die Daten der Windowsprogramme verwenden. Umgekehrt ist das nicht so einfach möglich. In den letzten Jahren habe ich viele Installationen so durchgeführt. Meist war der Grund ein Programm, das nur unter Windows läuft, keine Datenexportschnittstelle hat und vom Anwender dringend benötigt wird (Fakturierung, Buchhaltung, etc). Alle anderen Arbeiten werden fortan unter Linux erledigt. Eine virtuelle Maschine (z.B. VirtualBox) mit einer Windows Installation ist aber auch eine Lösung, benötigt jedoch eine leistungsfähigere Hardware und natürlich auch eine Windowslizenz. Ganz ohne Windowslizenz kommt das Programm Wine daher. Es übersetzt Windows API Aufrufe und läßt viele Windows Binaries unter Linux laufen.

Stufe 4

Windows? Was ist das denn?

Wenn es dann erst einmal so weit ist...

Seit einer Woche bin ich von einem Virus befallen und niemand vermag zu sagen, was mit mir geschehen ist. Manchmal, wenn ich denn noch kann, murmle ich Wörter vor mich hin wie "Cron", "X11" oder "Daemon". Die Menschen um mich herum glauben an einen Wahn. "Holt einen Priester, denn er ist von einem Daemon besessen...", hallt es manchmal in weiter Ferne. Doch all diese Unwissenden um mich herum haben keine Ahnung. Ich bin nicht vom dunklen besessen. Nein! Ich habe das Licht erblickt! Ein Licht, so strahlend hell und sanft zugleich. Und plötzlich erblicke ich in diesem Licht einen Schatten. Es ist kein Mensch. Auch kein Daemon. Nein es ist ein Pinguin, welcher mich mit sanftmütigen Augen anschaut und mir seine Flosse reicht. Ich ergreife die Flosse und spüre wie ich in eine neue Welt gezogen werde. Eine Welt gebaut aus dem Wissen vieler. Eine Welt erschaffen aus Hingabe und Hilfsbereitschaft. Eine Welt die ich erforschen möchte. Es ist die Welt der open Source...

- gefunden an verschiedenen Stellen im Netz, leider keinem Autor zuordenbar-


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